Swiss Marcos Club

HISTORY

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HISTORY OF SWISS MARCOS CLUB

SMC History Header

Der Swiss Marcos Club (SMC) wurde 2012, nach 15 Jahren clublosen Zustand auf dem europäischen Kontinent, neu  aus der Taufe gehoben. Als Verein vertreten wir international die englische Sportwagen Marke Marcos.  Unser Ziel ist die Förderung von Informations- und Erfahrungsaustausch, sowie die Präsentation unserer exotischen Präziosen in der breiten Öffentlichkeit. Als Plattform und Publikationsorgan betreiben wir eine Webseite, die mittlerweilen international Anerkennung findet. Höhen und Tiefen sind Gemeinsamkeiten, die Marcos Cars und dem SMC miteinander verbinden. Der erste Clubgründungsversuch wurde 1968 durch den damaligen General-Importeur Bruno Müller aus Kreuzlingen gestartet. Dieser Versuch blieb leider erfolglos. Erst im Herbst 1974 gelang es, ein Marcos Team  zu formen und ein erstes Meeting abzuhalten. Bis Ende 1975 waren bereits 19 Marcos Besitzer mit dabei und im Januar 1976 wurde erstmals durch Meinrad Schnyder der SWISS MARCOS CLUB  mit 25 Mitgliedern gegründet.
Publikationsorgan war damals ein Clubheft, dessen aufwändige Produktion durch Beiträge finanziert wurde. 1988 folgten aus rechtlichen Gründen Vereinsstatuten. Zu diesem Zeitpunkt zählte der SMC rund 40 Mitglieder. Seit jeher kämpfte der Club mit den Mitgliederzahlen, was bei dem geringen Fahrzeugbestand nicht verwundert. Nach dem Scheitern der Neuformierung 1997 als Swiss and German Marcos Club folgte die Auflösung. Das Feuer war aber nicht für ewig aus. 12 Jahre waren seit dem letzten Treffen vergangen,  als im Jahr 2009 anlässlich des 50. Geburtstag von Marcos Sports Cars in England der Stein wieder in's Rollen kam. Die Aktivitäten in der Marcosszene wurden wieder intensiver und im August 2011 fuhr bereits wieder eine Gruppe von 5 Marcos zum  British Car Meeting nach Mollis, wo die Neugründung des Swiss Marcos Clubs beschlossen wurde. Zur Gründungsversammlung am 5. Mai 2012 waren bereits wieder 31 Mitglieder mit dabei. Heute besteht unser Verein aus weltweit 70 Mitglieder mit insgesamt 76 Fahrzeugen.

www.swissmarcosclub.ch

HISTORY OF MARCOS CARS SWITZERLAND

Marcos 1800 1965


Hand auf’s Herz ! Wer erkennt auf der Strasse einen Marcos als solchen, wenn einer den Weg kreuzt? Vermutlich tönt es unisono: „was war denn das? Hab ich noch nie gesehen“. Das verwundert nicht, denn seit nunmehr 50 Jahren sind diese Sportwagen nur in sehr bescheidener Stückzahl in der Schweiz vertreten. Ca. 51 Marcos (inkl. Mini Marcos) wurden offiziell in die Schweiz importiert. Alle weiteren Fahrzeuge von den heute 76 bekannten, fanden den Weg über Privatkanäle in die Schweiz. Wieviel davon noch im Land sind, wissen wir leider nicht genau. Im Februar 1965 wurde der erste Marcos 1800 durch die Garage Huber in Meilen ZH importiert. Dieser linksgesteuerte Marcos (Nr. 4 025), dessen Existenz uns bis 2013 unbekannt war, wurde nach Australien verschifft. Der zweite Marcos 1800 IRS (4 056) von 1965 ist bis heute spurlos verschwunden. Der dritte Marcos 1800 IRS befindet sich seit 30 Jahren im Besitz des Club-Präsidenten. Laut Angaben von Richi Huber, den wir im Sommer 2015 ganz zufällig am Untersee getroffen haben, wurden durch die Garage Huber drei Marcos 1800 in die Schweiz importiert.

Einer davon wurde nach Angaben des ehemaligen Lehrlings Heinz Duss, am 23. Dezember als Weihnachtsgeschenk ausgeliefert. Das muss der zweite gewesen sein, da 1966 J.P. Aeschlimann aus La Chaux de Fonds neben „Hippokrates“ Dr. Nägeli auf 1800 GT (Helbling RT) in den Bergmeisterschafts Ranglisten erscheint.

Von 1967 bis 1970/71 trat die Garage Bruno Müller in Kreuzlingen unter MARCOS CARS SWITZERLAND als General Importeur in Erscheinung. Ueber diesen Kanal kamen die meisten Fahrzeuge (ca. 45) in die Schweiz. Allesamt als äusserst seltene, linksgesteuerte Exemplare aufgebaut und fast die Hälfte davon mit Holzchassis. 1971 wurden noch einige wenige Exemplare über die Firma Titan AG in Zürich in die Schweiz geholt. Seit dem Konkurs von Marcos Cars im Jahr 1971, gab es keine offiziellen Anbieter mehr in der Schweiz. Von den heute hierzulande bekannten Marcos, sind rund 30 Fahrzeuge über private Kanäle importiert worden, was in den letzten Jahren leider immer schwieriger wurde.

THE STORY OF MARCOS CARS

Marcos GT Xylon 1960

Im Jahr 1959 starteten Speedex Inhaber Jem Marsh und Flugzeugkonstrukteur Frank Costin gemeinsam den Bau eines hölzernen Rennwagens. Frank baute bereits erfolgreich für Lotus, Vanwall und Lister Chassis und Jem Marsh fuhr mit seinem Speedex Racer erfolgreich Rennen. Die erste Prototype wurde in Dolgellau (North Wales) gebaut. Der Projektname MARCOS wurde aus halb Marsh und Costin geformt. Dennis Adams wurde aus dem Lister Team dazu geholt. Ebenso dessen Bruder Peter, ein erfahrener Holzbauer. Noch im gleichen Jahr war der erste Marcos GT (Xylon) mit Sperrholz-Monocoque Chassis hergestellt. Jem Marsh fertigte die mechanischen Teile und besorgte von Frank’s Bruder Mike, der mit Keith Duckworth zusammen die Firma Cosworth gründete, einen 1172ccm Ford Motor. Der hässlich aussehende Flügeltürer mit Motorrad Kotflügel wurde auch als „The Ugly Duckling“ bekannt. Die nur 450 kg wiegenden Marcos GT's waren schnell und sehr erfolgreiche Rennwagen, pilotiert.  von Fahrern mit klingenden Namen wie Jackie Stewart, Bill Moss und Jackie Oliver. Der grösste Ruhm für den Xylon waren aber die Erfolge des "zukünftigen" dreifachen Weltmeisters Sir Jackie Stewart. Nach 7 Marcos GT‘s wurde die Produktion an den Speedex Sitz nach Luton verlagert, wo 13 weitere modifizierte Gullwings entstanden. Inzwischen hatte Frank Costin Marcos bereits verlassen. 1962 wurde die Marcos Cars Ltd gegründet und an den Sitz des neuen Investors nach Bradford on Avon verlagert. Von 1963-64 entstanden 18 Fastback Modelle, mit Motorisierung von 997 bis 1650 ccm, die ebenfalls auf den Rennsport abzielte. 1964 wurde an der Londoner Racing Car Show mit dem Marcos 1800 das Design vorgestellt, welches die Marke Marcos bis zum Ende prägen sollte. Vom Marcos 1800 wurden 99 Stück produziert, 33 davon als Variante mit DeDion Einzelradaufhängung.
Selbst diese Modelle fanden erfolgreich den Weg in den Automobilrennsport. Bis 1969 wurde das Holzchassis in diversen Modellen mit Ford Motoren von 1500-3000 ccm beibehalten. Jem war seit 1962 stets mit kostspieligen Projekten bestrebt, an den 24h in Le Mans teilzunehmen. Dies und die neue Fabrik in  Westbury brachten Marcos in finanzielle Schwierigkeiten. Nach dem Umzug wurde auf das günstigere Stahlrohrchassis gewechselt. Die Volvo 3 Liter Motoren lösten die Essex Motoren ab, mit denen eine Zulassung in den USA unmöglich war.  Diese Einheiten wurden bis zum Ende von Marcos gebaut. Die letzten produzierten Marcos waren die 2+2 sitzigen Mantis. Nach 32 gebauten Stück wurden die 1971 die Firmentore geschlossen. Jem Marsh kaufte 1976 die Namensrechte  zurück und. wagte 1981 den Neustart mit der Kitversion des 3 Litre. 1983 lancierte er das Mantula Coupé mit Rover 3.5 V8 Motor, welches 1985 durch den Syder ergänzt wurde. 1992 folgten die Modelle  Mantara  Spyder und Coupé mit Katalysatoren bestückten  3.9 V8 Rover Motoren. Jem Marsh blieb stets dem Rennsport verbunden und knüpfte mit den  LM400 und LM500 auf Mantara-Basis an die früheren Erfolge an. 1995 schaffte das Marcos Werks Team die Qualifikation für die 24h in LeMans. Beide LM600 fielen jedoch nach 20 Stunden aus. 1997 folgten der Mantis  mit 4.6L Ford Motoren und der Mantaray mit moderner Karosserie. Im Jahr 2000 wurde Marcos zum zweitenmal liquidiert und verkauft. Nach wenigen gebauten TSO Modellen, wurde 2007 die Produktion endgültig aufgegeben und das Unternehmen liquidiert. Zu kurz kommt an dieser Stelle leider die Parallelwelt des Mini Marcos, der seit 1964 bis heute immer noch gebaut wird. Aber das ist eine andere Geschichte.
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